Fertigungsprozess Teilscheiben

Reinigung und Verpackung: die letzten beiden Hürden vor dem Versand

Reinigung und Verpackung: die letzten beiden Hürden vor dem Versand

Auch eine geprüfte Teilscheibe muss vor dem Versand noch gereinigt, getrocknet und verpackt werden. Ein Fingerabdruck, ein Wasserfleck oder etwas Reibung beim Transport kann die ganze vorherige Arbeit zunichtemachen. Der Artikel erklärt das Prinzip der Ultraschall- und Reinstwasserreinigung, wie man ohne Wasserflecken trocknet, wie man erkennt, ob eine Scheibe sauber ist, und wovor Verpackung und Transport schützen müssen.

Von der Beschichtung bis zur Prüfung ist jeder Schritt bei der Herstellung einer Teilscheibe ein Kampf gegen Partikel und Öl. Vor dem Versand muss sie noch zwei Hürden nehmen: abwaschen, was sie während der Bearbeitung aufgenommen hat, und diese Sauberkeit dann mit der Verpackung „einschließen“ – bis zu dem Moment, in dem der Kunde den Beutel zur Montage öffnet.

Teilscheiben im Korb durchlaufen nacheinander Ultraschallreinigung, zweistufiges Spülen mit Reinstwasser, Trocknung und Prüfung und werden schließlich in Fächer verpackt; unten schematisch die Veränderung der Oberflächenrückstände
Abb. 1 – Teilscheiben im Korb durchlaufen nacheinander Ultraschallreinigung, zweistufiges Spülen mit Reinstwasser, Trocknung und Prüfung und werden schließlich in Fächer verpackt; unten schematisch die Veränderung der Oberflächenrückstände

Was entfernt werden muss

Die Verunreinigungen auf einer Teilscheibe lassen sich grob in drei Arten einteilen, und das Reinigungsverfahren muss dazu passen:

  • Partikel: Glasstaub vom Kantenschleifen, Fasern, Staub;
  • Organische Stoffe: Lackreste, Fingerabdrücke, Ölfilme;
  • Ionische Rückstände: Salze aus Ätzlösung, Reinigungsmittel und Schweiß.

Ultraschallreinigung: Blasen „klopfen“ den Schmutz ab

Ultraschall erzeugt in einer Flüssigkeit abwechselnd Unter- und Überdruck und bildet dabei sehr viele winzige Blasen. Wenn sie schlagartig kollabieren, entstehen örtliche Druckstöße, die Partikel und Öl von der Oberfläche lösen – das nennt man Kavitation. Mit einem passenden Reinigungsmittel erreicht man so auch Spalte und Kanten.

Je höher die Frequenz, desto kleiner die Blasen und desto schonender die Wirkung, geeignet für feinere Partikel; zu hohe Leistung oder zu lange Zeit können Schichtkanten beschädigen oder die Glaskante ausbrechen lassen. Die Parameter sind deshalb nach Werkstoff und Muster der Teilscheibe festzulegen.

Spülen mit Reinstwasser: Stufe für Stufe sauberer

Reinigungsmittel und gelöster Schmutz werden mit Reinstwasser abgespült. Üblich ist eine mehrstufige Kaskadenspülung (siehe Abb. 1): Sauberes Reinstwasser läuft in das letzte Becken und fließt Stufe für Stufe in das jeweils vorherige über. Die Scheiben wandern von schmutzig nach sauber, das zuletzt berührte Wasser ist also immer das sauberste.

Die Reinheit von Reinstwasser wird meist über den spezifischen Widerstand angegeben: Je weniger Ionen, desto höher der Widerstand; der theoretische Grenzwert liegt bei 25 ℃ bei etwa 18,2 MΩ·cm. Eine Inline-Überwachung des spezifischen Widerstands des Spülwassers zeigt nachlassende Wasserqualität frühzeitig an.

Trocknung: Wasser nie von selbst abtrocknen lassen

Verdunstet ein Tropfen von selbst, bleiben die darin gelösten Spurenstoffe zurück und bilden einen ringförmigen Wasserfleck. Eine Teilscheibe darf daher nicht nass liegen bleiben; sie wird mit sauberer Heißluft oder Stickstoff trockengeblasen, oder man nutzt langsames Herausziehen oder Schleudertrocknen, damit das Wasser die Oberfläche verlässt, bevor es Spuren hinterlässt.

Woran man erkennt, dass sie sauber ist

  1. Oberfläche unter starkem Schräglicht oder Dunkelfeldbeleuchtung betrachten – Partikel, Wasserflecken und Fingerabdrücke leuchten auf;
  2. Teilungsbereich, Kante und Umgebung der Bohrung stichprobenartig unter dem Mikroskop prüfen;
  3. Stichproben mit dem Wasserfilmtest prüfen: Auf sauberem Glas verläuft Wasser gleichmäßig, wo Öl ist, reißt der Wasserfilm ab;
  4. Bei Auffälligkeiten Reinigungsbecken, Reinstwasser und Bedienprotokolle zurückverfolgen.

Verpackung: die Sauberkeit einschließen

Die Verpackung muss gleichzeitig vor Abrieb, Staub, statischer Aufladung und Feuchtigkeit schützen (siehe Abb. 2):

  • Trennung: Jede Scheibe liegt in einem eigenen Fach eines Trays oder wird durch Zwischenlagen getrennt; die Scheiben dürfen sich nicht direkt berühren;
  • Material: Zwischenlagen und Trays dürfen nicht fusseln und keine Weichmacher enthalten, die ölige Stoffe ausdünsten – sonst bildet sich ein Schleier auf der Oberfläche;
  • ESD-Schutz: Statische Aufladung zieht Staub auf die Scheibe, daher werden antistatische Materialien verwendet;
  • Feuchteschutz: in einen Feuchtigkeitsschutzbeutel einschweißen, mit Trockenmittel und Feuchteindikatorkarte;
  • Kennzeichnung: Typ, Losnummer, Menge und Datum angeben, für die Rückverfolgbarkeit.
Schutzschichten der Teilscheibenverpackung: Tray und Zwischenlagen, antistatischer Feuchtigkeitsschutzbeutel, Trockenmittel und Feuchtekarte, Umkarton und Polstermaterial
Abb. 2 – Schutzschichten der Teilscheibenverpackung: Tray und Zwischenlagen, antistatischer Feuchtigkeitsschutzbeutel, Trockenmittel und Feuchtekarte, Umkarton und Polstermaterial

Transport und Wareneingang

Der Umkarton braucht genug Polsterung gegen Fall und Druck. Beim Wareneingang im Winter ist zudem Betauung zu vermeiden: Luft mit 25 ℃ und 60 % relativer Feuchte hat einen Taupunkt von etwa 16,7 ℃. Wird eine aus der Kälte hereingebrachte Verpackung sofort geöffnet, liegt die Scheibenoberfläche unter dem Taupunkt, und Wasserdampf kondensiert darauf. Richtig ist, das Paket im Beutel liegen zu lassen und erst nach Erreichen der Raumtemperatur zu öffnen.

Fazit

Die Reinigung beruht auf dem Ablösen von Schmutz durch Ultraschall, mehrstufigem Spülen mit Reinstwasser und schneller Trocknung ohne Wasserflecken; die Verpackung beruht auf Trennung, ESD-Schutz, Feuchteschutz und Polsterung, damit die Scheibe sauber beim Kunden ankommt. Beim Wareneingang erst temperieren und dann den Beutel öffnen – das ist das letzte, leicht übersehene Detail.


Übersetzung des chinesischen Originalartikels (0030). ENC7 – Hersteller von Encoderscheiben (Anfrage) · Fachartikel · https://enc7.com

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